5 Fragen zum Achtsamkeitstraining

Achtsamkeitstraining wird immer bekannter, aber trotzdem werden die Fragen nicht weniger? Hier findest du Antworten. Möchtest du noch mehr wissen, dann schreib mir einfach!

Was ist eigentlich Achtsamkeitstraining?

Trainierst du deine Achtsamkeit, bringst du im Grunde deinem Gehirn bei, dass es auch eine Pausetaste gibt. Stell dir vor in deinem Oberstübchen hätte es sich ein kleiner Zwerg gemütlich gemacht und würde zu allem und jedem einen Kommentar abgeben. Und das völlig ungefragt und unkontrolliert. Du denkst quasi ununterbrochen. Hört sich nicht so schlimm an, das Problem hat ja eh jeder, aber auf Dauer kann das zu erhöhtem Stress, Überlastung, Schlafstörungen, Wahnvorstellungen, erhöhtem Blutdruck uvm führen. Du kannst dann nicht mehr „abschalten“. Weiter gehts dann, indem du nicht mehr im Hier und Jetzt lebst und denkst, sondern mit deinen Gedanken komplett abdriftest. Während du dir morgens die Zähne putzt denkst du schon daran was du am Tag so zu tun hast, während du auf dem Weg zur Arbeit bist schreibst du in Gedanken deine Einkaufsliste für den Abend. So gehts die ganze Zeit dahin.

Achtsamkeitstraining hilft dir, deinem Gehirn auch mal eine Pause zu gönnen und dich besser auf den Moment zu konzentrieren. Trainiert wird das mittels Atemübungen, Meditation, Entspannungstechniken und Körperübungen wie z. B. Flow-Yoga.

Was bringt mir Achtsamkeitstraining?

Achtsamkeitstraining hilft dir dabei deine Stresswahrnehmung zu verbessern, leichter einzuschlafen und dich dabei besser zu erholen, dein Gedankkarussell auch mal auf Standby zu schicken, konzentrierter und kreativer zu arbeiten. Weiters wird es in der Burnout-Prävention eingesetzt und begleitend bei anderen stressverursachten Krankheiten.

Achtsamkeitstraining ersetzt dabei keinen Arzt, aber kann unterstützend zu anderen Therapien und als Prävention eingesetzt werden.

Muss ich mein Leben komplett ändern, wenn ich Achtsamkeitstraining mache?

Nein, musst du nicht! Es ist allerdings so, dass durch das Training deine Wahrnehmung anders wird und du über bestimmte Dinge anders denkst. Ein Beispiel ist der Umgang mit unseren Ressourcen. Du musst nicht vegan leben und nur mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Welt ziehen, SecondHand-Klamotten tragen oder ein Zero-Waste-Leben führen. Sobald du die Achtsamkeit in dein Leben lässt, findet ganz von selbst ein Umdenken in dir statt. Das 1-Euro-Schnitzel schmeckt nicht mehr, wenn du über die Lebensbedingungen in der Massentierhaltung nachdenkst. Überlegst du welche Reise der Apfel aus Südafrika hinter sich hat und womit er behandelt wurde um in diesem Zustand in deinem Einkaufskorb zu landen wirst du nicht mit dem Genuss hineinbeißen als wäre er auf einem Baum in deiner Nachbarschaft gewachsen. Das Alles passiert aber autmatisch und ohne, dass du bewusst etwas veränderst.

Ist Meditation das Richtige für mich?

Meditation, so wie ich sie praktiziere, kann jeder machen. Ich verstehe Meditation als Handwerk, dass man durch regelmäßiges Üben erlernen kann und dann automatisch in seinen Alltag integriert. Viele nehmen sich vor: ab heute begebe ich mich täglich nach dem Aufstehen 30 Minuten in die Stille. Die Realität schaut aber leider anders aus. Ich kenne das aus meinem Alltag. Meine Meditation findet bei der Arbeit statt. Wenn ich koche versuche ich „nur“ zu kochen. Habe ich einen Babysitter mach ich die Küchentür zu und koche „in Stille mit mir selbst“. Beim Wäsche zusammenfalten mache ich es ähnlich oder auch bei meiner Arbeit mit den Kräutern. Auch der Spaziergang mit dem Baby wird zur Meditation genutzt.

Ich habe dadurch gelernt meine Gedanken nicht mehr ständig kreisen zu lassen und habe mir auch Multitasking abgewöhnt. Außerdem hat sich mein Körperempfinden verbessert und es fällt mir leichter zu erkennen was ich jetzt in diesem Moment gerade brauche. Und ehrlich gesagt tut mir die Zeit in Sille bei meinem turbulenten Alltag echt gut.

Wieviel Zeit braucht Achtsamkeitstraining?

Du willst jetzt eine Zahl wissen stimmts? So einfach ist das leider nicht, weil jeder eine andere Dosis braucht und auch umsetzen kann. Manch einer kann täglich 30 Minuten am Morgen in Stille verbringen, anderen fällt es schwer sich 5 Minuten am Stück ein Youtube-Video mit einer Achtsamkeitsübung anzuschauen und durchgehend mitzumachen. Wie bei allem was man sich vornimmt zählt die Regelmäßigkeit und dass man durchhält.

Im Prinzip ist es recht einfach. Will man zuhause trainieren ist es wie mit dem vereinsamten Hometrainer, den das Christkind im letzten Jahr abgestellt hat: Anfangs machts Spaß, aber mit der Zeit wird man nachlässig und die Liste der Ausreden wird immer länger. Am Besten ist es sich wirklich regelmäßig mit anderen zu treffen und gemeinsam zu trainieren oder ein geführtes Training wie im Fitnesscenter zu machen. Das kostet zwar was, bringt langfristig aber sicherlich ein besseres Ergebnis.

Deine Frage war nicht dabei? Dann schreib mir einen Kommentar oder einfach ein Mail an barbara@meinbewusstein.at.

Deine Barbara

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