3 Tipps für achtsamere Essgewohnheiten

Du möchtest die Nahrungsaufnahme in deiner Familie achtsamer gestalten? Lebensmitteleinkauf, Kochen, Essen und – ach ja – der Abwasch sollen zu wichtigen gemeinsamen Fixpunkten im Alltag werden? Dann habe ich hier ein paar Tipps für dich!

Tipp 1: Handys, Tablets und Co weg vom Esstisch

Wenn du ernsthaft mehr Achtsamkeit an den Esstisch bringen möchtest, dann ist der erste Schritt, dass du alle elektronischen Unterhaltungsgeräte wie Handys und Co während des Essens in den Ruhemodus schickst. Deine Familie will das nicht? Versucht es mit einer Vereinbarung, dass ALLE die Bespaßungsgeräte während des gemeinsamen Essens in einem anderen Raum, und das im „Lautlos-Modus“, liegen lassen. Nach dem Essen – oder besser nach dem gemeinsamen Wegräumen – kann sich jeder wieder mit dem Ding beschäftigen. Das Selbe gilt für den Fernseher. Glaub mir, ich weiß wie lustig es ist, das Skirennen während dem Mittagessen zu schauen, aber vielleicht lässt sich die gemeinsame Mahlzeit etwas verschieben, sodass es sich ohne Ablenkung ausgeht. Meistens jedenfalls.

Generell empfehle ich aus Liebe zur Achtsamkeit zu Hause fixe Zeiten zu vereinbaren, an denen das Telefon/Tablet zur Verfügung steht. Wirklich NIEMAND sollte mit den Teilen ins Bett gehen oder auch noch in der Nacht alles ON haben. Kinder sollten bei ihren Eltern sehen, dass OFF zu gewissen Tageszeiten völlig normal ist. Wird das innerhalb der Familie/des Hauses so gelebt, ist es einfacher solche Regeln durchzusetzen als wenn es „nur“ für die Kinder gilt.

Tipp 2: Lerne deine Produzenten kennen

Es gibt bei uns wirklich sehr viele hochwertig produzierte Lebensmittel. Gemüse, Obst, Getreide, Milchprodukte und auch Fleisch. Such dir einen Produzenten in deiner Nähe und lerne ihn/sie kennen. Schau dir an, wie er/sie deine Nahrungsmittel anbaut und verarbeitet. Dadurch bekommst du ein Gefühl dafür wieviel Arbeit dahinter steckt bis du dein Gemüse auf dem Teller hast. Achte auch darauf wie er/sie mit der Erde und unserer Umwelt umgeht. Wenn du in allen Produktionsschritten der selben Ansicht bist kaufe bei ihm/ihr ein. Sollte irgendwas nicht deinen Vorlieben und deinem Verständnis für den Umgang mit Leben entsprechen, dann suche solange weiter, bis du jemanden gefunden hast, dem du vertraust.

Beginne zB mit Gemüse und dann weite die Liste deiner Produzenten langsam aus. Du wirst feststellen, dass dir immer mehr interessante Möglichkeiten unterkommen und du viele neue Bekanntschaften schließt. Nutze auch die Angebote auf Bauernmärkten, solidarischen Landwirtschaften oder Gemüsekisterl-Bauern. Es gibt viele tolle, innovative Ideen! Schau dich um, du wirst überrascht sein!

Tipp 3: Plane deine Einkäufe

Spontane Einkäufe sind ab jetzt vorbei! Ab heute hast du eine Liste, auf der alles was du wirklich brauchst draufsteht. Außerdem packst du vor dem Einkauf genügend leere Stofftaschen und Gläser ein, damit du nicht auf die Plastiksackerl aus dem Supermarkt angewiesen bist. Du besorgst dir einen Korb, oder lässt ihn dir von deiner Mama/Oma schenken. Wenn du lieber eine Kiste verwendest kaufe dir eine stabile, die du die nächsten Jahre verwenden kannst und nicht nach einmaliger Verwendung wegschmeißen musst.

Entweder gemeinsam mit deinen Mitbewohner/deiner Familie oder für dich alleine planst du die Einkaufstour oder teilst auf, wer was besorgt. Es muss nicht immer nur eine Person einkaufen gehen. Liegt der Shop auf dem Weg nutze das und nimm den Einkauf gleich mit, das spart Zeit und Kosten der nochmaligen Anreise.

Überlegt euch zB am Sonntag gemeinsam wie die kommende Woche ausschauen wird. Wer ist wann zum Essen da? Kommen Freunde? Esst ihr an manchen Tagen bei Oma? Hat jemand frei? Besprecht auch eure aktuellen Vorlieben. Ist grad Joghurt sehr beliebt? Hat der Große eine Obstphase? Verzichtet irgendjemand aufs Frühstück und braucht stattdessen mehr Jause? Was wollen die Kinder als Jause in die Schule/Kindergarten mitnehmen? Welche Lebensmittel haben grad Saison? All das sind wichtige Fragen und helfen bei der Organisation.

Ein genereller Kochplan/Menüplan hilft dabei Lebensmittel-Abfälle zu vermeiden. Wenn ich weiß, wann ich wovon wieviel brauche, dann passieren unnötige Hamsterkäufe immer seltener. Plant auch Restl-Tage ein. Bei uns sind das Sonntags-Risotto und die Restl-Pizza/Pasta sehr beliebt. Da kommt alles an Gemüse aus dem Kühlschrank was noch da ist auf den Herd und wird in so ein Gericht verwandelt.

Was sind deine Tipps für einen achtsameren Lebensstil? Schreib mir an barbara@meinbewusstsein.at.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Deine Barbara

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