Willkommen im neuen Jahr

Man entdeckt eine neue Welt, wenn man den Mut hat die alte zu verlassen.
(Meister Eckhart)

Endlich ist es da – das neue Jahr! Gut, dass wir in den letzten Monaten 2019 schon ganz viele Vorsätze für diesen Moment aufgespart haben 😉 mir geht es da ganz gleich, keine Sorge! Die Liste ist lang, der Schweinehund mächtig, mal schauen, was sich bei mir am längsten hält. Meine selbst gewählten drei Schwerpunkte für heuer sind: Digital Detox, mehr Bewegung und Intervallfasten. Hier ein paar Ansätze, die dir Mut machen sollen gewohnte Wege zu verlassen und Neues anzupacken!

1 Intervallfasten

Intervallfasten deshalb, weil es zum einen dem Körper nachweislich gut tut manchmal für längere Zeit nichts zu essen, andererseits gibt es da noch ein paar Kilos die von meinen Schwangerschaften zurückgeblieben sind und ich echt loswerden möchte. Andere Gründe die für diese Form des Fastens sprechen sind, dass ich gerne wirkliche Nahrungsmittel esse – mit Kauen und so – und wir in der Familie auch Wert darauf legen entspannt gemeinsame Mahlzeiten, meistens abends, zu erleben. Weshalb Fastenwochen oder Spezialkuren ausfallen. Außerdem halte ich nichts von Abnehmideen, bei denen man zur Umsetzung zusätzlich Geld ausgeben muss (Saftkuren, etc.).

Nachdem es bei uns meistens in der Früh am stressigsten zugeht ist der Plan, an 3-4 Tagen der Woche das Frühstück nach hinten zu verschieben. Dadurch habe ich Zeit die Kinder besser in den Tag zu begleiten und alles für die Schule und den Kindergarten herzurichten. Für ein entspanntes Frühstück bleibt mir da ohnehin nicht viel Zeit, da macht es mehr Sinn statt dem „Steh-Kaffee“ danach gemütlich sitzend zu frühstücken.

2 Bewegung im Alltag

Zum Intervallfasten kombiniert will ich tatsächlich mehr Bewegung in meinen Alltag einbauen. Ich habe mich bewusst dazu entschieden „regelmäßig Sport“ in „mehr Bewegung im Alltag“ zu ändern, weil es mit kleinen Kindern, einem anspruchsvollen Familienleben und ein paar Jobs unrealistisch ist den Plan längerfristig durchzuhalten. Auch mein Schweinehund ist gerade in diesem Bereich sehr ausgeprägt! Im Alltag plane ich aber ab jetzt mehr zu Fuß zu gehen, mit dem Rad zu fahren und da uns das Christkind einen Bollerwagen geschenkt hat sogar Einkaufstouren mit den Kindern ohne Auto zu machen. Da die Kinder schön langsam größer werden und es lieben mit dem Papa oder Omas und Opas Zeit zu verbringen schaff ich es vielleicht sogar ab und zu einen Spaziergang extra zu machen. 🙂 Der Plan sollte also auch längerfristig klappen!

3 Digital Detox

Schon seit längerer Zeit praktiziere ich Medienfasten. Dh ich verzichte bewusst auf die tägliche Dosis Bad News und lasse Soziale Medien links liegen. Da ich auch in einem Medienunternehmen arbeite, ist das natürlich ein Grenzgang zwischen dem Job bei der Zeitung und dem Medienfasten als Achtsamkeitstrainerin. Aber ich denke, dass ich das inzwischen ganz gut im Griff habe und gerade deshalb einen realistischen Ansatz der sich wunderbar in den Alltag einbauen lässt.

Viele Jobs lassen sich – so ehrlich muss man sein – ohne Internet, Smartphone und Soziale Medien nicht mehr erledigen. Das ist auch gut so! Technologie ist ja nicht böse, es ist nur wichtig einen vernünftigen Umgang damit zu pflegen. Hier ein paar Tipps, wie du das Thema Digital Detox auch für dich lebbar machen kannst:

E-Mail-Öffnungszeiten

Klingt merkwürdig, ist es aber nicht. Man muss nicht permanent innerhalb von Minuten jede Mail beantworten. Viele Unternehmen haben schon erkannt, dass die Produktivität der Mitarbeiter spürbar steigt, wenn Mails nicht permanent eintrudeln und beantwortet werden sondern zu fixen Zeiten. Man kann sein Mailprogramm einstellen bzw. die PopUp-Nachricht ausschalten und schafft so seinen eigenen Rhythmus. Auch ein paar fixe Blocker im Terminkalender machen Mail-Bearbeitung planbarer und effizienter.

Da ich nebenbei auch selbstständig bin habe ich für meinen Nebenjob die persönliche Regel, dass ich mir am frühen Nachmittag ein Zeitfenster nehme, in dem ich Mails beantworte. Das selbe gilt für Anrufe. Ich kann nicht immer abheben, rufe aber dann geblockt alle verlässlich zurück.

Soziale Medien

Es ist mein Ernst: Trotz großer Auswahl braucht man nicht auf jeder Plattform ein Benutzerkonto! Ich bin zB auf Facebook und nutze auch Whatsapp aber dann wars das schon. Instagram und was es sonst noch alles gibt sind mir vollkommen fremd und ich fühle mich deshalb nicht uninformiert.

Wie schon erwähnt gibt es Jobs bei denen man nicht ohne Social Media auskommt. Aber sogar als Unternehmen kann man mit einer durchdachten Strategie die Mediennutzung auf ein sinnvolles Maß reduzieren (Stichwort: Zielgruppenrelevanz), was auch der Produktivität jedes Einzelnen hilft.

Zum Jahreswechsel eine feine Sache ist auch die Digitale Entrümpelung. Auch wenns nur bedingt zu löschen geht, deaktiviere konsequent alles was du nicht mehr brauchst und miste auch deine Freundeliste aus. Ein wunderbarer Vorsatz ist auch, nicht jede Freundschaftsanfrage anzunehmen. Man kann diese auch einfach ignorieren! Stell dir vor dich quatscht irgendwo jemand an, den du nicht kennst oder der nur auf Umsatz aus ist, dann gehst du doch auch einfach weiter ohne ihm/ihr deine Kontaktdaten offenzulegen. Ich zB lösche all jene, die mich auf der Straße keines Blickes würdigen aber mich online permanent belästigen.

Medienkonsum

Für mich ist Lesen eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Schon seit quasi immer! Zeitungen sind für mich unglaublich wichtig und ohne News könnte ich nicht leben. Meine Familie ist Mitglied in zwei Leihbüchereien, ohne die wir unsere Kinder und uns selbst nicht mit ausreichend Lesestoff versorgen könnten.

Für mich war der tägliche Genuss der Zeitung ein Muss! Bis zu dem Moment als ich festgestellt habe, dass sehr viele Inhalte für mich keine Relevanz haben. Das betrifft auch die Nachrichten im TV und im Radio. Immer wieder negative Inhalte, an denen ich weder Schuld habe noch kann ich sie ändern. Die Menschen und ihre Schicksale sind natürlich dramatisch und deren Bewältigung oft eindrucksvoll. Daran lernt man Dankbarkeit und Demut, wenn es einem selbst gut geht.

Wir sind seit Kurzem Abonnenten einer werbefreien Möglichkeit online Nachrichten zu konsumieren. Was mich nämlich extrem nervt sind Online-Magazine bei denen ich mich bevor ich irgendetwas lesen kann durch mindesten drei Werbungen klicken muss und das obwohl ich ein bezahltes Abo habe! Die Medienunternehmen haben hier noch einen Haufen Arbeit vor sich, gute Lösungen zu bieten, die unternehmerisch was bringen und auch den Konsumenten zufriedenstellen. Qualitativ hochwertige Inhalten dürfen meiner Meinung nach ruhig was kosten aber dann auch mit einem sinnvollen Maß an „Beiwerk“. Gratis-Zeitungen leben von Werbung, da ist es (fast) klar, dass es ohne bezahlte Inhalte nicht geht, aber vielleicht hat ja auch in diesem Business mal jemand den Mut und eine gute Idee und bietet eine werbereduzierte Online-Variante (gegen etwas Kleingeld) an. Auch der ökologische Faktor ist nicht wegzudenken, wenn man an die Tonnen denkt, die gut gefüllt bei jedem Wohnhaus stehen.

Für mich funktioniert es recht gut, immer am Wochenende die Zeitungen der ganzen Woche nach für mich interessanten und relevanten Informationen zu durchforsten. Ich habe damit aufgehört mich täglich am Morgen mich hauptsächlich negativen Nachrichten zu beschäftigen, die mich den ganzen Tag über belasten. Am liebsten sind mir Online-Medien, weil sie wenig Müll verursachen. Passiert tatsächlich irgendetwas spontan Wissenswertes bekomm ich es auch so mit und kann dann nachlesen worum es geht. Auch Gratis-Zeitungen haben ihre Berechtigung und werden zumindest durchgeblättert. Zwei bis drei Mal im Jahr betreibe ich Medienfasten, dabei verzichte ich für ca. 1 Monat auf den Konsum von Tageszeitungen und Nachrichten aus dem Fernseher. Radio höre ich mittlerweile fast garnicht mehr, da mich die dauernde Beschallung echt stört. Meine Kinder quasseln ständig und wenns mal ruhig ist, genieße ich die Pause 😉

Das waren ein paar Denkanstöße zum Jahresbeginn. Ich hoffe es war auch für dich etwas dabei! Wenn du mehr zu Digital Detox wissen möchtest, oder Interesse an Achtsamkeits- und Entspannungstraining mit mir hast, dann kontaktiere mich einfach unter barbara@meinbewusstein.at!

Eine schöne Zeit

Dein Barbara

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