Wyda – die Lebensphilosophie der keltischen Druiden

Schon länger beschäftigte mich die Frage, ob es in Europa etwas Ähnliches gibt wie Yoga oder QiGong. Vor einiger Zeit wurde ich fündig und stieß auf Wyda, die Gesundheitslehre der Kelten, vor allem ihrer Druiden. Die Forschung geht davon aus, dass sich dieses System etwa zum selben Zeitpunkt wie die Lehre des Yoga, Ayurveda und die Traditionelle Chinesische Medizin entwickelte nur eben bei uns in Europa. Weshalb Wyda unserem Leben hier näher zu sein scheint als die fernöstlichen Gesund-heitslehren. Sind es in der fremden Welt die Priester oder Brahmanen gewesen, so waren es bei uns die Druiden, die dieses System lebten und verbreiteten. Zentrale Idee war nicht die Heilung von Krankheit sondern die Erhaltung von Gesundheit. Auch die Natur spielt eine große Rolle. Die Körperübungen des Wyda sollen wenn möglich im Freien, mitten im Grün des Waldes, in der Nähe eines Baches oder an einem anderen Kraftplatz unserer Wiesen und Wälder praktiziert werden.

Wyda war eine ganzheitliche Lehre und kann als Urform von Achtsamkeit in Europa gesehen werden, denn die Lebensführung der Druiden ist auch in unsere heutige Zeit übertragbar und ähnelt in vielen Punkte der Achtsamkeitslehre die bei uns verbreitet wird. Eckpunkte des Wyda sind:

Ein Leben in Einklang mit der Natur

Die Pflege der drei Energiezentren (Mentalfeld, Emotionalfeld, Vitalfeld)

Sanfte Körperübungen

Richtige Ernährung

Stressreduzierte Lebensführung

Bewusstes Leben im Alltag

Wer einmal Wyda praktiziert hat wird infiziert sein, von dieser Art der Achtsamkeit. In der Bewegung, in der Lebensführung und im Umgang mit unserer Natur.

Literaturhinweis: „Wyda – Die Kraft der Druiden“ von A. A. Schwarz, R. P. Schweppe und W. M. Pfau aus dem Jahr 1989